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27Jan

Wir brauchen ein lebendiges Gedenken – auch im Alltag

Pressemitteilung von Josefine Paul MdL und dem Kreisverband von Bündnis 90/ Die Grünen-GAL Münster zum Holocaust-Gedenktag

„Der 27. Januar ist ein Tag, an dem wir aller Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Es ist wichtig, innezuhalten und sich bewusst zu machen, was damals in Deutschland passiert ist und welche besondere Verantwortung sich daraus für die Zukunft ergibt. Darüber hinaus brauchen wir aber auch ein lebendiges Gedenken, dass sich nicht auf einen Tag beschränkt. Die Verbrechen des Nationalsozialismus liegen inzwischen schon weit über 60 Jahre zurück. Gerade deshalb müssen wir aufpassen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten,“ erklärt Anna Paul, Sprecherin des grünen Kreisverbands in Münster zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus .

Gerade in einer Zeit, in der deutlich wurde, wie groß das Problem des rechtsradikalen Terrors in Deutschland wirklich ist, sehen die Grünen Bedarf für aktives Erinnern. Besonders wichtig ist es ihnen, schon den Kindern deutlich zu machen, zu welchen Verbrechen nationalsozialistisches Gedankengut in Deutschland geführt hat.

13Jan

Dubiose Standortentscheidung zum Landesarchiv Duisburg zuerst klären

Nach der heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses I (PUA) erklärt Josefine Paul MdL, Obfrau der Grünen:
„Nach der heutigen Abstimmung über die Arbeitsstruktur des PUA können wir uns endlich der politischen Aufarbeitung des Skandals um das Landesarchiv in Duisburg zuwenden. Nach unserer Vorstellung sollten wir den für die dubiose Standortauswahl Verantwortlichen aus der Staatskanzlei, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb und der Stadt Duisburg gleich zu Beginn der Untersuchungsarbeit die Möglichkeit geben, ihre Geheimnisse um die damalige Standortentscheidung preis zu geben. Das sind sie dem Untersuchungsausschuss und der Öffentlichkeit gegenüber schuldig und würde Transparenz herstellen sowie den Ausschussmitgliedern ihre Aufklärungsarbeit erleichtern.
Laut Prüfbericht des Landesrechnungshofes sind in den Akten zu dem immer teurer werdenden Bauvorhaben weder Protokolle über den entscheidenden Besprechungstermin zwischen den Beteiligten aus dem Frühjahr 2007 zu finden, noch liegen andere schriftliche Aufzeichnungen über dessen Inhalt vor.
Da die Standortentscheidung für Duisburg allein Gegenstand der damaligen Regierungspolitik war, also außerhalb der strafrechtlichen Ermittlungen anzusiedeln ist, rechnen wir damit, dass die damaligen Akteure von ihrem möglicherweise bestehenden strafprozessualen Aussageverweigerungsrecht keinen Gebrauch machen werden und umfassend zur Klärung dieser brisanten Frage beitragen können.“

19Dez

Newsletter 12/2011

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder nähert sich ein Jahr seinem Ende. Bevor ich Euch jedoch ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünsche, möchte ich Euch noch einmal über den Stand meiner Arbeit im Landtag auf dem Laufenden halten.

In meinem Newsletter findet ihr dieses Mal erste Informationen aus dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (PUA BLB), zum Thema politische Bildung und zur brandaktuellen Fanproblematik im deutschen Fußball. Darüber hinaus möchte ich Euch meinen Standpunkt zur zukünftigen Finanzierung der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) etwas näher bringen und Euch über den Sachstand des Aktionsplans gegen Homophobie informieren. Im letzten Punkt geht es dann um die Frage, warum die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft zunächst Probleme damit hatte, die filmische Darstellung von Homosexualität für Jugendliche unter 16 Jahren freizugeben.

Ich wünsche euch eine angenehme und spannende Lektüre, erholsame Feiertage und ein erfolgreiches Jahr 2012.

Eure Josefine Paul

09Dez

Zur heutigen aktuellen Stunde des Landtags zu den geplanten Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus erklärt die Grüne Landtagsabgeordnete Josefine Paul:

„Die Transporte aus dem Forschungszentrum in Jülich in das Zwischenlager in Ahaus stellen ein unnötiges und unverantwortbares Risiko dar.“ Paul kritisiert, dass die Bundesregierung, die Hauptgesellschafter des Forschungszentrums ist, sich mit dem Verweis auf das Auslaufen der Lagerungsgenehmigung am Standort Jülich aus der Verantwortung stehlen will. Die Betriebsgenehmigung für die Lagerung der 300.000 Brennelementekugeln läuft am 30. Juni 2013 aus. Nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz wäre die Voraussetzung für eine weitere Lagerung in Jülich die Ertüchtigung des Standortes, da er nicht den Sicherheitsstandards entspräche.
„Wir lehnen die Atommüll-Irrfahrten von Bundesumweltminister Röttgen quer durch NRW ab. Die Castoren dürfen nur noch einmal verlagert werden und zwar in ein noch zu findendes Endlager“, machte Paul ihre Position deutlich.

07Dez

Mögen Sie Bier, Herr Rickfelder?

Josefine Paul, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Münster, zeigt sich überrascht
und irritiert über die Äußerungen des CDU-Abgeordneten Rickfelder zum Thema
Drogenpolitik:

„Herr Rickfelder unterliegt gleich zwei Irrtümern: Zum einen gibt es keinen Grund
daran zu zweifeln, dass Herr Wimber in seiner Position als Polizeipräsident im
Umgang mit Drogendelikten auf Basis der gültigen Rechtslage verfährt.
Bei den Äußerungen meines Landtagskollegen handelt es sich daher um einen
plumpen Versuch der Diskreditierung.

Zum anderen entspricht die Law-and-Order-Mentalität, die Josef Rickfelder als
einzigen richtigen Weg im Umgang mit Drogen darstellt, nicht den gängigen
Erkenntnissen zum Thema Suchtprävention.“

Paul verweist in diesem Zusammenhang auf Ergebnisse der präventiven Drogenarbeit
und der Wissenschaft:

„Wir wissen heute, dass vielfach nicht die sogenannten Einstiegsdrogen zu Sucht
und Kriminalität führen. Die Verbannung dieser Rauschmittel aus dem legalen
Verkauf hingegen erzeugt oft einen ersten Kontakt mit dem sogenannten ‘kriminellen
Drogenmilieu‘. Unter diesen Umständen ist es durchaus sinnvoll, über eine
Legalisierung weiterer Rauschmittel nachzudenken. Schließlich vertraut der
deutsche Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern auch im Umgang mit Alkohol und
Tabak. Wenn Herr Rickfelder seinen Ansatz hingegen konsequent weiter verfolgt,
muss er sein Feierabendbier zukünftig heimlich hinter dem Bahnhof kaufen!“

07Dez

Vorsicht ansteckend?! Die FSK sorgt sich; um die Jugend?

Dass die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) einem Film, der sich mit dem Thema Sexualität und Heranwachsen befasst, eine Altersfreigabe erst ab 16 Jahren erteilt, muss an für sich nicht überraschen. Schließlich liegt die Pubertät der meisten FSK-TesterInnen schon etwas zurück: Das Durchschnittsalter liegt laut eigenen Angaben bei ca. 50 Jahren. Manche (!) VertreterInnen dieser Generation mögen vielleicht meinen, dass man gerade in Zeiten von unkontrollierter Internet-Pornographie zumindest das Kino für Jugendliche frei von nackter Haut und anstößigen Sexszenen halten sollte. Das Kino – Ein Rückzugsraum vor der Realität? Dieser Gedanke ist zwar nicht neu, wurde bisher aber meist anders interpretiert.

Wird in der FSK- Begründung für eine Altersfreigabe aber von der Darstellung einer „verzerrten Realität“ gesprochen, scheint etwas Schwerwiegenderes vorzuliegen, als ein paar harmlose Bilder unbekleideter pubertierender Jugendlicher. Schließlich haben auch Filme wie „The Social Network“ nur ein FSK 12-Rating bekommen, obwohl sie, mal mehr mal weniger dezidiert, verschiedenste Formen heterosexueller Sexualpraktiken ‘andeuten‘. Die wildesten Vermutungen drängen sich also auf…

06Dez

Update: Grüne Forderungen für Durban

Die Klimakonferenz in Durban läuft. Inzwischen ist auch die grüne Klimakollage fertig:

Infos und grüne Ideen zur Klimakonferenz findet ihr hier auf der Seite meiner Kollegin Wibke Brems!

06Dez

Gewaltlosigkeit: Offener Brief an Stefan Weber

Gemeinsam mit meinem Kreisverband habe ich in einem offenen Brief auf die Vorwürfe des Münsteraner CDU Kreisvorsitzenden Stefan Weber reagiert, der von uns Grünen ein klares Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit verlangt hat. Den Text findet ihr hier auch als PDF.

—————–

Sehr geehrter Herr Weber,

bezugnehmend auf Ihre Pressemitteilung vom 1. Dezember 2011 ” CDU fordert parteiübergreifenden Einsatz gegen Gewalt” möchten wir Sie darüber aufklären, dass Gewaltlosigkeit für uns Grüne eine Selbstverständlichkeit mit langer Tradition ist, die Wurzeln unserer Partei liegen schließlich in der Friedensbewegung. Politik darf nach unserem Dafürhalten niemals mit Fäusten oder Waffen ausgetragen werden.

Wir Grünen stehen für eine tolerante Politik, die Gewalt aus jeder Richtung gleichermaßen ablehnt, diese Ablehnung aber nicht zur Umsetzung politischer Ziele instrumentalisiert. Genau deshalb können wir im Landtag keinem Antrag zustimmen, der einseitig linke Gewalt verurteilt. Natürlich ist Gewalt gegen PolizistInnen für uns Grüne kein Mittel der Auseinandersetzung. Wir möchten diesbezüglich auch darauf hinweisen, dass von Seiten der Grünen zu keiner Zeit zu gewaltsamen Protesten bei Castor-Transporten aufgerufen wurden. Aus unserer Sicht ist es inakzeptabel, die friedlichen Sitzblockaden bei Castor-Transporten in einem Atemzug mit den menschenverachtenden Gewalttaten von RechtsextremistInnen zu nennen. Friedliche Sitzblockaden sind für uns Ausdruck einer lebendigen Zivilgesellschaft.

02Dez

Grüne sehen Inklusion als große gesellschaftliche Herausforderung

Gemeinsame Pressemitteilung von Maria Klein-Schmeink MdB, Josefine Paul MdL und Bündnis 90/ Die Grünen- GAL Münster zum internationalen Tag für die Rechte von Menschen mit Behinderung.

Am 3. Dezember ist internationaler Tag für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Für die Münsteraner Grünen ist dies ein wichtiges Datum, weist der Tag doch auf eine große gesellschaftliche Herausforderung hin: „Eine selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen kann nur verwirklicht werden, wenn es uns gelingt, bestehende Barrieren abzubauen. Es gibt viele verschiedene Einschränkungen die einen Menschen daran hindern könne, sein volles Potential auszuschöpfen“ erläutert die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink. „Bund, Land und Kommunen stehen gemeinsam in der Pflicht, diese Hindernisse abzubauen. Das ist kein Akt der Fürsorge sondern bereichert unser Zusammenleben.

30Nov

Grüne mahnen besonnenen Umgang mit dem Thema HIV/Aids an

Gemeinsame Pressemitteilung von Josefine Paul MdL und Maria Klein-Schmeink MdB zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember:

„Seit 1988 gibt es den Welt-Aids-Tag. Seitdem hat sich vieles verändert. Gut ein Fünftel weniger als noch 1997 haben sich im vergangenen Jahr mit HIV infiziert. Therapien haben nach Schätzungen von UNAIDS 700000 weitere Tote verhindert. Neue Erkenntnisse über die Krankheit wurden gewonnen, der Umgang damit hat sich deutlich verbessert,“ erklärt Maria Klein-Schmeink, grüne Bundestagsabgeordnete aus Münster.  „Nicht umsonst steht der diesjährige Welt-Aids-Tag unter dem Motto ‚HIV-positiv und mitten im Leben?‘ Trotzdem ist der Kampf noch lange nicht gewonnen. Auch in Deutschland dürfen wir das Risiko nicht aus dem Blick verlieren und müssen die rückläufigen Zahlen der Neuinfektionen weiter verstetigen.“

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