Am 17. Juli fand in Münster der zweite CSD am Aasee statt. Bei bestem Sommerwetter war es eine rundum gelungene Veranstaltung, für die das Team und ich uns bei den zahlreichen Besuchern bedanken, die an unserem Stand vorbeigeschaut haben! In der Galerie gibt es ein noch ein kleines Fotoalbum.
Josefine Paul in den Fraktionsvorstand der NRW-Grünen gewählt -
Auch thematische Zuständigkeiten stehen fest
Gute Nachrichten für Münster: Josefine Paul wurde in den Fraktionsvorstand der Grünen im Landtag NRW gewählt. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen in meine Person. Es ist nicht selbstverständlich, als neu gewählte Landtagsabgeordnete gleich in den Fraktionsvorstand aufgenommen zu werden,” so Paul. Zusätzlich zu ihrem Posten als eine von fünf stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wird Paul Mitglied in den Ausschüssen für Schule, Sport und Frauen. Dabei wird Josefine Paul als thematische Sprecherin für die Bereiche Sport und „LesBiSchwules” besonders zuständig sein. „Es ist schön, dass ich mich auch im Landtag mit meinen Schwerpunktthemen befassen kann,” kommentiert Paul ihre neuen Zuständigkeiten. „Zusätzlich werde ich mich natürlich weiterhin mit großem Engagement für Münsteraner Belange einsetzten.”
Starke Gewichtung von Queer-Themen
Bereits seit den Wahlen im Mai stand fest: Mit Josefine Paul und dem Kölner Arndt Klocke bereichern zukünftig zwei bekennend homosexuelle PolitikerInnen die grüne Landtagsfraktion. Die Hoffnung, in diesem Bereich zukünftig besonders starke Akzente setzten zu können wurde nun dadurch verstärkt, dass beide in den fünfköpfigen Fraktionsvorstand gewählt wurden. Gemeinsam wollen sie die Arbeit zu lesbisch-, schwulen und queeren Themen im Landtag vorantreiben.
Zudem wird zukünftig auf Regierungsebene die Zuständigkeit für den Queer-Bereich im neuen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) verortet. Zuständige Ministerin ist dort seit heute die Grüne Barbara Steffens. Josefine Paul sieht in dieser Zuordnung großes Potential: „Wir freuen uns, dass wir mit Barbara Steffens endlich wieder eine Ministerin haben, die sich der Bedeutung des Themenbereichs bewusst ist. Denn in den letzten fünf Jahren hat es unter Schwarz-Gelb eigentlich nur Rückschritte gegeben. Das wird sich nun ändern.”
Gleichgeschlechtliche Beziehungen:
Eheschließungen auch in NRW erlauben!
Zur Abstimmung im Bundesrat über den Antrag der Bundesländer Berlin und Bremen, die Ehe für Personen gleichen Geschlechts zu öffnen:
„Wir Grüne unterstützen die Initiative der Länder Berlin und Bremen. Grüne und SPD haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen klar gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen ausgesprochen. Die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung hat Lesben und Schwule sowohl bei der Hinterbliebenenversorgung als auch dem Beamtenrecht mit leeren Versprechungen hingehalten. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 22.10.2009 ist klar, dass Schluss mit der Diskriminierung von Lesben und Schwulen sein muss. Auch in einem modernen Nordrhein-Westfalen dürfen Menschen gleichen Geschlechts nicht mehr von der Ehe ausgeschlossen werden. Wir fordern die noch amtierende Landesregierung auf, sich diesem berechtigten Interesse nicht entgegen zu stellen.“
Pressemitteilung zum Internationalen Tag gegen Homophobie
Zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai 2010 erklärt Josefine Paul, neu gewählte Landtagsabgeordnete der Grünen in Münster:
Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst überfälliges zu tun und Homosexualität von der Liste der Geisteskrankheiten zu streichen. Leider ist Homosexualität damit aber noch nicht von der Liste der Diskriminierungs- und Verfolgungsgründe verschwunden: „‚Schwule Sau’ gehört noch immer zu den meist verbreiteten Schimpfworten auf Schulhöfen und in Fußballstadien. Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung, um Diskriminierung von und Gewalt gegen homo-, bi- oder transsexuelle Menschen eine deutliche Absage zu erteilen”, erklärt Paul. Es sei notwendig, die emanzipatorische Aufklärungsarbeit vor allem in Schulen auszubauen, so Paul weiter.
„An einem solchen Tag sollte unser Blick allerdings auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus gehen. In Afrika sind homosexuelle Menschen von harschen Strafen bis hin zur Todesstrafe bedroht. Auch im Land der Fußballweltmeisterschaften, Südafrika, werden Schwule und Lesben immer wieder Opfer brutalster Übergriffe und Vergewaltigungen. Die Internationale Gemeinschaft steht in der Pflicht, den Schutz vor Diskriminierung aufgrund sexueller Identität glaubwürdig zu vertreten und durchzusetzen.”








