Zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai 2010 erklärt Josefine Paul, neu gewählte Landtagsabgeordnete der Grünen in Münster:
Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst überfälliges zu tun und Homosexualität von der Liste der Geisteskrankheiten zu streichen. Leider ist Homosexualität damit aber noch nicht von der Liste der Diskriminierungs- und Verfolgungsgründe verschwunden: „‚Schwule Sau’ gehört noch immer zu den meist verbreiteten Schimpfworten auf Schulhöfen und in Fußballstadien. Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung, um Diskriminierung von und Gewalt gegen homo-, bi- oder transsexuelle Menschen eine deutliche Absage zu erteilen”, erklärt Paul. Es sei notwendig, die emanzipatorische Aufklärungsarbeit vor allem in Schulen auszubauen, so Paul weiter.
„An einem solchen Tag sollte unser Blick allerdings auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus gehen. In Afrika sind homosexuelle Menschen von harschen Strafen bis hin zur Todesstrafe bedroht. Auch im Land der Fußballweltmeisterschaften, Südafrika, werden Schwule und Lesben immer wieder Opfer brutalster Übergriffe und Vergewaltigungen. Die Internationale Gemeinschaft steht in der Pflicht, den Schutz vor Diskriminierung aufgrund sexueller Identität glaubwürdig zu vertreten und durchzusetzen.”






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